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UVV Tragbare Leitern

Auf dieser Seite sind einige Auszüge zur UVV Tragbare Leitern aufgeführt.


a) Auszug aus der UVV Feuerwehren (Fassung 1. Januar 1993)
§ 6 Persönliche Schutzausrüstung
Zum Schutz vor den Gefahren des Feuerwehrdienstes müssen geeignete persönliche Schutzausrüstungen vorhanden sein, die in Art und Anzahl auf die Gefahren im Einsatzbereich abgestimmt sind.

Durchführungsregel zu § 6
Die persönliche Schutzausrüstung ist vom Kostenträger der Feuerwehr zu stellen. (Vgl. §70 Unfallverhütungsvorschrift "Allgemeine Vorschriften" [GUV 0.1].) Die persönliche Schutzausrüstung für jeden Feuerwehrangehörigen besteht mindestens aus:
1. Schutzanzug
2. Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
3. Schutzhandschuhen
und zusätzlich, soweit nach den im Einsatzbereich zu erwartenden Gefahren erforderlich, z. B. aus:
4. Atemschutzgerät
5. Sicherheitsgurt (Hakengurt)
6. Fangleine mit Tragbeutel
7. Warnkleidung
8. Sicherheitsschuhwerk
9. Feuerwehrbeil mit Schutztasche
10. Signalpfeife

§ 20 Benutzen von Feuerwehrleitern
(1) Feuerwehrleitern sind so zu lagern und zu transportieren, dass dabei Verletzungen vermieden werden.
(2) Die Feuerwehrleitern sind so aufzustellen und nur so zu belasten, dass ihre Standsicherheit nicht beeinträchtigt und die Tragfähigkeit nicht überschritten wird.
(3) Beim Aufrichten von Leitern in der Nähe elektrischer Freileitungen sind die dabei möglichen Gefahren auszuschließen.
(4) Beim Besteigen und Übersteigen von und zu Feuerwehrleitern ist der Absturz- und Quetschgefahr vorzubeugen.

Durchführungsregeln zu § 20 Abs. 2:
Die Standsicherheit von Feuerwehrleitern wird beeinträchtigt, wenn Schlauchleitungen frei von Leitern herunterhängen.
Die Standsicherheit und Tragfähigkeit von Leitern wird insbesondere dann nicht beeinträchtig, wenn bei tragbaren Leitern:
1. Haken-, Steck-, Klapp- oder Anstelleitern und Teile von mehrteiligen Leitern nur von einer Person bestiegen werden.
2. die mit Stützstangen gestützt sind, beim Freistand nicht über den Stützstand hinaus gestiegen wird,
3. Hakenleitern nicht als Anstelleitern benutzt werden,
4. beim Wassergeben von der Leiter aus die Leiter am Kopfende befestigt ist.

zu § 20 Abs. 3:
Gefahren beim Aufrichten von Leitern in der Nähe elektrischer Freileitungen werden insbesondere dann ausgeschlossen, wenn die Leitern beim Aufrichten die elektrischen Freileitungen nicht berühren und wenn zwischen Leitern bzw. Personen auf Leitern und stromführenden Teilen ein Sicherheitsabstand eingehalten wird.
Als ausreichender Sicherheitsabstand ist anzusehen:
Spannung:      Mindestabstand:
30.000 Volt      2 m
110.000 Volt    3 m
220.000 Volt    4 m
380.000 Volt    5 m

zu § 20 Abs. 4:
Der Absturzgefahr von und der Quetschgefahr auf Feuerwehrleitern wird vor allem dann vorgebeugt, wenn:
1. Leitern nur dann ausgezogen oder eingelassen werden, wenn sich auf ihnen keine Personen befinden,
2. die Feststellvorrichtungen (Sperrfallen) aufsitzen,
3. beim Übersteigen der Leiter mindestens 3 Sprossen über die Übersteigstelle hinausragen.

§ 25 Warten und Instandhalten
(1) Ausrüstungen, Geräte und Fahrzeuge sind fachgerecht zu warten und instand zu halten.
(2) Schadhafte Ausrüstungen, Geräte und Fahrzeuge sind der Benutzung zu entziehen.

§ 26 Sichtprüfungen
Sicherheitsgurte, Fangleinen, Sprungrettungsgeräte und Leitern sind vor jeder Übung und nach jeder Benutzung einer Sichtprüfung auf Abnutzung und Fehlerstellen zu unterziehen.

§ 27 Regelmäßige Prüfungen
(1) Folgende Ausrüstungen und Geräte sind von einem Fachkundigen regelmäßig auf ordnungsgemäße Beschaffenheit zu prüfen:
·  Atemschutzgeräte
·  Tauchgeräte
·  Strahlenschutzgeräte
·  Sicherheitsgurte (Hakengurte)
·  Sprungrettungsgeräte
·  Leitern
·  Fangleinen
·  Hebezeuge und Anschlagmittel
·  Druckschläuche
(2) Für jedes prüfpflichtige Gerät und Ausrüstungsteil ist ein schriftlicher Prüfnachweis zu führen.

Durchführungsregeln zu § 27 Abs. 1:
Die Forderung ist erfüllt, wenn die Prüffristen, -verfahren und -anweisungen der "Feuerwehrgeräte-Prüfordnung" (GUV 17.13.) eingehalten werden. Sachkundig ist eine durch Ausbildung oder Tätigkeit mit der Durchführung der Prüfungen vertraute Person; z. B. der Gerätewart.

zu § 27 Abs. 2:
Der Nachweis der Prüfungen gilt als erbracht, wenn die Prüfungen und Befunde in den entsprechenden Spalten des "Prüfnachweises" eingetragen sind und der Prüfer die ordnungsgemäße Prüfung durch seine Unterschrift bestätigt hat. Dem Leiter der Feuerwehr ist der Prüfnachweis nach jeder Prüfung vorzulegen, was dieser durch Unterschrift zu bestätigen hat.

(b) Auszug aus der Unfallverhütungsvorschrift "GUV 6.4. Leitern und Tritte" (Fassung 1970)
V. Benutzung

§18 (1) Leitern und Tritte sind in der erforderlichen Art, Anzahl und Größe bereitzustellen und zu benutzen. Ungeeignete Aufstiege dürfen an ihrer Stelle nicht verwendet werden. ...
(3) Leitern und Tritte dürfen nur zu Zwecken benutzt werden, für die sie nach ihrer Bauart bestimmt sind.

Erläuterungen zu § 18 Abs. 3:
Unzulässig ist z. B. das Benutzen von Stehleitern als Anlegeleitern, der Einsatz von Leitern zum Be- und Entladen von Fahrzeugen an Stelle von Schrotleitern, zum Tragen von Gegenständen, zum Aufstellen und Stützen von Masten und als Unterlage für Beläge von Gerüsten oder Laufstegen, soweit sie nicht ausdrücklich hierfür gebaut sind. Auch die beim Stein- und Ziegelhanteln auftretenden Kräfte vermögen Leitern von ihrer Bauart her nicht aufzunehmen.

§ 19 (1) Für Arbeiten, bei denen Leitern und Tritte schädigenden Einflüssen ausgesetzt sind, die ihre Haltbarkeit beeinträchtigen können, sind Leitern und Tritte aus entsprechend widerstandsfähigen Werkstoffen oder mit schützenden Überzügen zu verwenden.
(2) Leitern und Tritte sind gegen schädigende Einwirkungen geschützt aufzubewahren.

Erläuterungen zu § 19 Abs. 1:
Deckende Anstriche lassen Schäden im Holz nicht erkennen. Als schützende Überzüge eignen sich daher nur farblose Lacke, Lasierungen und ähnliche Imprägnierungen.

zu § 19 Abs. 2:
Schäden können eintreten z. B. durch Witterungseinflüsse, sonstige Feuchtigkeits- oder Temperatureinflüsse und Säureeinwirkungen.

§ 20 Schadhafte Leitern und Tritte sind der Benutzung zu entziehen. Sie dürfen erst nach einer sachgemäßen Instandsetzung, durch die ihre ursprüngliche Festigkeit wiederherstellt und sicheres Begehen gewährleistet ist, wieder benutzt werden.

Erläuterungen zu § 20:
Leiter und Tritte, die nicht mehr reparaturfähig sind, sollten möglichst sofort vernichtet werden. Dies ist erfahrungsgemäß die wirksamste Methode, um sie der Benutzung zu entziehen. Unsachgemäßes Instandsetzen ist z. B. das Anlegen von Bandagen um gebrochene Leiterholme. Bei Auswechslung von Sprossen ist darauf zu achten, dass schadhafte oder fehlende Sprossen durch fehlerfreie Sprossen der gleichen Art ersetzt werden. Durch die Verwendung von Sprossenhaltern für die Befestigung von Ersatzsprossen darf die Festigkeit der Holme nicht beeinträchtigt werden.

§ 21 (1) Leiter und Tritte sind standsicher und sicher begehbar aufzustellen.
(2) Leitern sind je nach Art der auszuführenden Arbeiten zusätzlich gegen Umstürzen zu sichern, wenn sie nicht von der Bauart her gegen Umfallen, Abrutschen oder Umkanten gesichert sind.

Erläuterungen zu § 21 Abs. 1:
Es ist darauf zu achten, dass die Leiterfüße nicht auf ungeeignete Unterlagen, wie Kisten, Steinstapel oder Steine, Tische und ähnliches oder lose Unterlagen, z. B. Teppiche, aufgesetzt werden. Bei Angelegeleitern ist auf den richtigen Anstellwinkel (68-75°) zu achten, bei Stehleitern darauf, dass die Spreizsicherungen gespannt sind.

zu § 21 Abs. 2:
Leitern sind im allgemeinen durch die Bauart gegen Umfallen, Abrutschen oder Umfallen gesichert (vgl. hierzu § 6, § 7 und § 8 Abs. 1). Je nach Art der auszuführenden Arbeiten (z. B. Benutzen eines Bohrgerätes, Anreichen von Waren) können jedoch insbesondere bei freistehenden Leitern und Anlegeleitern Kräfte auf die Leiter ausgeübt werden, die zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen gegen Umstürzen (Anbinden des Leiterkopfes, Feststellen der Leiterfüße, Anbringen von Holmunterstützungen) erforderlich machen. Sofern die Betriebsverhältnisse keine derartigen Maßnahmen zulassen, können die Leitern zur Sicherung nicht ausreichend, sind andere geeignete Arbeitsmittel (z. B. Arbeitsbühnen, Gerüste) zu verwenden.

§ 22 Auf Leitern, die an oder auf Verkehrswegen aufgestellt sind, auffällig hinzuweisen. Sie sind gegen Umstoßen zu sichern.

Erläuterungen zu § 22:
Je nach Verkehrslage wird die Aufstellung von Warnposten als Sicherheitsmaßnahme vorzusehen sein, sofern andere Sicherungen, z. B. Absperrungen oder Abschrankungen, nicht ausreichen.

§ 23 (1) Anlegeleitern dürfen nur an sichere Stützpunkte angelegt werden.
(2) Über Austrittstellen müssen Anlegeleitern mindestens 1 m hinausragen, wenn nicht eine gleichwertige Haltemöglichkeit vorhanden ist.

Erläuterungen zu § 23 Abs. 1:
Glasscheiben, Spanndrähte, Stangen, unverschlossene Türen usw. sind keine sicheren Stützpunkte.
 

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